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Im Jahre 1986 erblickte die erste Generation des legendären BMW M3 das Licht der Automobilen Welt. Die BMW Tochtergesellschaft Motorsport GmbH entwickelte diesen rassigen Sportler aus dem Zwang heraus die Homologation des Motorsports auszureizen. Der M3 bildete die Basis für die Motorsportaktivitäten der BMW-Tourenwagen, von dem innerhalb eines Jahres 5.000 Exemplare gebaut werden mussten, damit die Gr. A-Homologation erfüllt war. Die ersten Modelle des M3 wurden ab Juli 1986 angeboten und basierten auf der damals aktuellen Baureihe mit dem internen Code E30. Die Optik war ganz dem Motorsport-Einsatz verpflichtet, breitere Kotflügel sowie spezielle Heck- und Frontspoiler waren die auffälligsten Merkmale dieser M3-Generation. Am meisten interessierte freilich der 2,3 Liter große DOHC-Vierzylinder Motor mit 200 PS (147 kW) bei 6.750 U/min. Der Vierzylinder empfahl sich aufgrund seines Leistungspotentials und des geringeren Gewichts besser für eine Tourenwagen-Karriere als die bei BMW sonst stets favorisierten Reihensechszylinder des M1 oder M635 CSi.
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BMW hatten nach seinem F1-WM Titel im Brabham BMW-Turbo 1983 keinerlei Probleme, diesen Vierventiler der interessierten Kundschaft schmackhaft zu machen - man pries den 16V als "vom F1-Vierzylinder abgeleitet". Der Motorblock stammt in seiner Grundkonstruktion aus der M10-Motorenreihe. Dieser wurde aber mit zusammen gegossenen Laufbuchsen mit einer Bohrung von 93,4 mm bestückt, kombiniert mit einem Hub von 84 mm ergaben sich 2.302 ccm. Neben zwei obenliegenden Nockenwellen im Leichtmetallkopf sind die digitale Bosch ML-Motronic, sowie eine Einzeldrosselklappenanlage wichtige M-Insignien. Der M3 ist ein wahres Sportwagen mit einem kraftvollen 16V Sportmotor, der schon ab 1.500 U/min herzhaft zu Werke geht. Blitzsauberes Hochdrehen bis zum Einsetzen des Drehzahlbegrenzers bei knapp Über 7.000 Touren ist seine stärke. Das 5-Gang Sportgetriebe zeichnet sich durch seine exakte Führung aus und hatte das besondere Kennzeichen, daß der 1. Gang links hinten lag. Den Fahrer erfreute der BMW M3 mit höhenverstellbaren Sportsitzen, Lederlenkrad und Lederschaltknauf mit M-Streifen, sowie ein Ölthermometer statt der Verbrauchsanzeige im normalen E30.
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M3 Modelljahr 1990
Mit optisch dezenterem und leicht angepasstem Motor mit geregeltem Katalysator startete der M3 ins Modelljahr 1990. Der 2,3 Liter Motor leistete 215 PS (158 kW) bei einer Drehzahl von 6.750 U/min und erreichte 240 km/h Höchstgeschwindigkeit. Nebelscheinwerfer bereicherten wieder die Serienausstattung,16 Zoll Leichtmetallfelgen hingegen mussten gegen Aufpreis geordert werden.
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M3 Evolution II
Um nun weitere erfolgreiche Kapitel des Motorsports nachlegen zu können, musste der M3 konkurrenzfähig für die Gruppe A nachhomologiert werden. So erblickte von März bis Mai 1988 der M3 Evolution mit 501 Exemplaren die Automobile Welt.
Bei unverändertem Hubraum legte der M3 auf 220 PS (162 kW) bei nun 6.900 U/min zu. Neue Kolben mit einer Verdichtung 11,0:1, verstärkte Ventilfedern, erweiterte Ansaugkanäle, neue Nockenwellen, Bosch Motronic ML3, erleichtertes Schwungrad, anderer Luftfilter – waren die signifikantesten Veränderungen die die Motorsport GmbH dem potenten Vierzylinder angedeihen lies.
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Obwohl für den harten Renneinsatz konzipiert zeigte der M3-Motor im Alltagsbetrieb feine Umgangsformen - und erfreute mit einem noch bissigerem Ansprechverhalten des Motors. Speziell in Drehzahlbereichen über 5.000 U/min wusste der Evolution zu überzeugen. Der Sprint von 0 auf 100 km/h wurde in beachtlichen 6,9 Sekunden bewältigt und dank längerem Achsantrieb (3,15:1) lief der Evolution 243 km/h schnell. Auch optisch unterschied sich der Evolution von einem normalen M3. Sein größerer, vorspringender Frontspoiler und die zusätzliche Lippe am Kofferdeckel ("Doppelflügel") wurden zu beliebten Evolution-Insignien, die von der Motorsport GmbH später auch für normale M3 optional angeboten wurden.
Die geöffneten Belüftungsgitter unterhalb des Kennzeichens vorn und Bremskühleinlässe statt der Nebelscheinwerfer waren weitere unverwechselbare Zeichen des erstarkten Evolution. Leichtere Heck- und Seitenscheiben, sowie ebenfalls "abgespeckte" Stoßstangenträger, Kofferdeckel und Heckflügel trugen zu einem deutlichen Gewichtsverlust bei. Der M3 Evolution II wartete nun auch mit Felgen der Dimension 16-Zoll auf , die 7,5J breit waren und 225/45er Pirelli Pneus trugen. Der Evolution wurde ausschließlich in drei Lackierungen angeboten. Gegenüber dem „normalen“ M3 gab es edleres Interieur mit Lederwangen an den Sportsitzen, M Technic-Fußstütze und Stückzahl-Plakette. Wer einen 200 PS-M3 (ohne Kat) hatte konnte bei der Motorsport GmbH ein Evolution-Kit ordern.
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M3 Europameister
Auch 1988 war der M3 wieder führend in den internationalen Tourenwagen Serien: Roberto Ravaglia wurde Tourenwagen- Europameister und auch die nationalen Championate in England, Frankreich, Holland und Portugal wurden auf BMW M3 gewonnen. Die M-GmbH reagierte mit dem nur 150 mal aufgelegten Sondermodell "Europameister"; in der Szene auch als Modell "Roberto Ravaglia" bekannt. Basis der in November und Dezember 1988 aufgelegten Kleinserie ist der 220 PS-Evolution. Den "Europameister" gab es nur in "Macaoblaumetallic" mit Lederausstattung in Walknappa-Silber.
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M3 Johnny Cecotto
Mit 505 Exemplare folgte das Sondermodell "Johnny Cecotto". Das dem erfolgreichem BMW-Werksfahrer gewidmete Sondermodell basierte auf dem M3 Evolution mit Katalysator. Auffälligste optische Kennzeichen sind die schwarz lackierte Felgensterne und die verchromten Auspuffrohre. Das Sondermodell war ausschließlich in den Farben "Macaoblau", "Nogarosilber" sowie "Misanorot" erhältlich. Das Interieur des "Johnny Cecotto" wartete mit neuen "M-Design"-Bezugstoffen, M-Technic-Fußstütze, Einstiegsleisten mit M3-Symbol, Bordcomputer und beleuchtetem Schalthebel auf.
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M3 Evolution III
Im November 1989 legte BMW den später 600 mal gebauten "Sport Evolution" auf. Roberto Ravaglia hatte 1989 die Deutsche Tourenwagen Meisterschaft gewonnen und wieder diente die neue Evolutionsstufe der Nachhomologation geänderter Komponenten. Mittels Inbusschrauben ließen sich der Heckspoiler und Frontlippe verstellen - in jeweils drei Positionen. Die ausziehbare Frontlippe war nach dem Venturi-Prinzip kreiert worden und gab der um 10mm tiefer gelegten Vorderachse mehr Stabilität. Der Sport Evolution zeichnete sich durch sein sehr präzises Handling aus - ein echter Kurvenkünstler.
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Die M GmbH hatte ihrem Star eine neue Kurbelwelle mit 87mm Hub spendiert, wodurch das Kraftpaket samt ölgekühlten 95 mm-Kolben auf 2.467 ccm Hubraum kam. Weitere Maßnahmen wie größere Einlassventile und geänderte Drosselklappenstutzen ließen die Leistung Motors auf 238 PS (175 kW) bei nun 7.000 Umdrehungen steigen. Der Sport Evolution hatte einen Metall-Katalysator und erzielte die beachtliche Höchstgeschwindigkeit von 248 km/h. Die Auswahl der Außenfarbe war reduziert auf die Farben Rot (mit schwarzen Streifen an den Stoßfängern) oder Schwarz (mit roten Kontraststreifen).Die M-GmbH kreierte aber auch ein neues lnterieur. Halbschalensitze mit Durchführungen für Hosenträgergurte, Knallrote Sicherheitsgurte, Rauhleder an Lenkrad, Schaltknauf und Handbremshebel sollten echtes Motorsport-Feeling versprühen.
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