|
|
 |
|
|
 |
 |
 |
|
Die dritte Generation BMW M3 E46:
Sie löst die E36 M3 Baureihe im Jahr 2000 ab. Technisch noch ausgefeilter und optisch aggressiver präsentiert sich die nunmehr Dritte Generation des M3. Auch hier setzte man auf der aktuellen 3er Modellreihe auf, dem E46. Der Leitgedanke bei der Entwicklung war "Die Form soll der Funktion folgen". Trotz- oder gerade deswegen ist den Designern ein bildschönes Fahrzeug gelungen, was schon im Stand Dynamik und Kraft symbolisiert. Zum Produktionsbeginn wurde nur das Coupe angeboten. Technisch hat sich zum Vorgänger viel getan, obwohl der Leistungssprung von 321 PS auf 343 PS nicht so dramatisch ausfällt. Beim Fahrwerk wurde Bewährtes mit Speziallösungen kombiniert, so kommt an der Vorderachse eine MCPherson-Konstruktion mit radführendem Federbein, spezielle nur im M3 verbaute Querlenker in Fachwerkbauweise aus geschmiedetem Aluminium sowie einem verstärktem Querstabilisator zum Einsatz. Die Hinterachskonstruktion ist eine Mehrfachlenkerachse mit oberen und unteren Querlenkern. Die Schraubenfedern sind in den oberen Querlenkern gelagert. Am Radträger sind die Teleskopdämpfer montiert. Die Längsträger übernehmen die Längsführung.
|
|
|
 |
Eine Besonderheit im E46 M3 ist das neue selbstsperrende Differential. Hier soll bei unterschiedlich griffigen Untergründen immer das Rad mit dem besten Grip mit Leistung versorgt werden, d.h bei Kurvenfahrten wird das kurveninnere Rad fast völlig entlastet es werden dennoch weiter Antriebskräfte auf das stärker belastete kurvenäußere Rad übertragen. Das Differential wird über die Elektronik über Raddrehzaldifferenzen informiert, die Schlupf zur folge haben, nun wird über eine Ölpumpe Druck erzeugt (115 bar), der eine Mehrscheiben-Kupplung schliesst, die das Rad mit dem besseren Grip mit Leistung versorgt. Auch die Compound-Bremsanlage wird in abgewandelter und weiterentwickelter Form wiederverwendet. Durch einen ausgeklügelten Materialmix aus Grauguss und Aluminium konnte ca. 1,5 kg pro Rad abgespeckt werden. Bei den Reifen, denen bei Sportwagen eine tragende Rolle zukommt, werden wieder Michelin Pilot Sport verwendet. Alternativ können auch Continental Sport-Contact aufgezogen werden. (VA 225/45 ZR18, HA 255/40 ZR 18) Die Fahrdynamikregelung DSC (entspricht ESP) ist erstmals im M3 zufinden, dies wird durch das elektronische Gaspedal möglich, was ebenfalls neu installiert wird. DSC ist zu 100 Prozent abschaltbar!
|
|
 |
Das Herzstück des neuen M3 ist wieder ein Reihensechszylinder, der aufgrund der hohen thermischen und mechanischen Belastung zumindest beim Motorblock aus Grauguss besteht. Ziel der BMW Techniker war und ist es einen Saugmotor mit sehr hoher Literleistung zu bauen. Da der Hubraum im Vergleich zum Vorgänger nur unwesentlich auf 3,3 Liter ansteigt, muß der Leistungs- und Drehmomentenzuwachs auf andere Modifikationen zurückzuführen sein. BMW spricht hier vom sogenannten "Hochdrehzahl-Konzept". Die Vorteile eines hochdrehenden Motors gegenüber hubraumstärkeren Motoren liegen klar auf der Hand, die Masse des Motors kann geringer ausfallen, ebenso sind kürzere Getriebeübersetzungen möglich, die die Masse des Antriebsstranges reduzieren helfen. Bei einem Hub von 91 Millimetern legen die graphitbeschichteten Kolben einen Weg von 24.3 Metern in der Sekunde zurück.
|
 |
Die Drehzahlerhöhung, der Drehmomentenzuwachs und die Leistungssteigerung waren nicht durch die Weiterentwicklung des bewerten S50 B32 Motors des Vorgängers zu erreichen. Vielmehr ist das neue S54 B33 Triebwerk eine Neukonstruktion, bei der ein für die hohen Drehzahlen konstruierter (leichterer) Ventiltrieb entwickelt wurde. Bei der E36 Motorengeneration wurden noch voluminösere Tassenstößel verwandt. Der neue Motor setzt auf leichtere, filigranere Teile in Verbindung mit reibungsarmen Gleitschlepphebeln. In Kombination mit dem bekannten VANOS, bei dem die Einlassnockenwelle um 60 Grad, die Auslassnockenwelle um 46 Grad Kurbelwinkel relativ zur Kurbelwelle verdreht werden, wird die Leistung von 343 PS bei 7900 U/min und ein Drehmoment von 365 NM erreicht. Auch die Auspuffanlage und die Einzeldrosselklappenanlage wurden weiterentwickelt und optimiert. Es ist nicht verwunderlich, daß die BMW M GmbH die Ansaugtrichter bei der BMW-F1-Abteilung entwickeln liess. Beim Getriebe wird die bewerte 6 Gangschaltbox verbaut, eine SMG-Version mit schnelleren Schaltzeiten soll folgen.
|
|
|
 |
Im Zeitalter der Bits und Byts erhielt die neue Generation ein leistungsstärkeres Motormanagement und Steuergerät, was mit 2 hochfrequent getakteten 32 bit Prozessoren arbeitet. (25 Millionen-Rechenoperationen pro Sekunde). Die Optik des Fahrzeuges soll sich, nach den Vorstellungen von BMW, drastischer von der Großserie unterscheiden, was durch die breitere Spurweite (1508 mm), spezielle Kotflügel mit seitlichem Lufteinlass, Front- und Heckspoiler, Schürzen, M-Spiegel und Interieur, anderen Seitenschwellern, einer Vierrohrauspuffanlage und M-Design Rädern demonstriert wird. Der Aerodynamik ist die Reduzierung des cw-Wertes geschuldet, die auch eine Verkleidung des Unterbodens mit einschließt.
|
|